Spielfreude · Ausdruck · Kreativität · Community

Vom Kopf in den Körper. Und mitten hinein ins Spiel.

Die Spielbande Köln ist ein Ort für Erwachsene, die wieder spielen wollen. Wir bewegen uns, machen Lärm, werden still, schlüpfen in Rollen und zeigen dabei mehr von uns, als der Alltag meistens zulässt. Vieles haben wir uns beim Theater abgeschaut. Der Rest ist Spielfreude. Komm, wie du bist.

Die ersten beiden Abende: Montag, 9. und 30. November, 18:30–20:30 Uhr in Köln. Trag dich ein, dann schicken wir dir alle Details.

  • ankommen.
  • spüren.
  • losspielen.
  • dich zeigen.
  • gesehen werden.
Warum

Im Alltag zeigen wir eine Auswahl.

Meistens die freundliche und vernünftige Version von uns. Wut schlucken wir runter, Trauer verschieben wir auf später, Angst überspielen wir. Und irgendwann merkt man, dass dabei auch die Freude leiser geworden ist.

Was wir wegdrücken, ist ja nicht weg. Es sitzt im Körper und wartet. Wir finden, es darf auch mal raus. Im Spiel geht das erstaunlich leicht, weil niemand es persönlich nimmt.

Das Theater weiß das seit ein paar tausend Jahren. Wir haben uns dort einiges abgeschaut und machen daraus einen Raum in Köln, in dem wir das zusammen üben.

Was hier Platz hat

Alles. Auch das, was du lieber versteckst.

Freude. Wut. Trauer. Angst. Lust. Übermut. Zartheit. Scham. Stille.

Alles darf sich zeigen. Nichts muss. Du entscheidest, was du zeigst und wie weit du gehst.

Auch die Schatten.

Wut darf stampfen, Verzweiflung darf auf dem Boden liegen, Angst darf zittern. Manchmal kippt das Ganze in einen Lachanfall, bevor man weiß, wie. Gefühle sind Bewegung. Wenn man sie lässt, ziehen sie weiter.

Spiel statt Analyse.

Wir reden nicht lange darüber, was ein Gefühl bedeutet. Wir geben ihm einen Körper und schauen, was passiert. Das ist keine Therapie, und Heilung versprechen wir auch nicht. Lebendiger fühlt man sich hinterher meistens trotzdem.

Die Bande

Wir sind eine Bande von Mitspielenden.

Menschen aus Köln, die Lust haben, sich im Spiel auszuprobieren. Wir treffen uns regelmäßig, lernen uns kennen und machen uns gegenseitig Mut. Jeder Abend steht für sich, und trotzdem wird die Bande mit jedem Mal ein bisschen vertrauter.

Ausprobieren

Auf die Bühne

Jeder Abend ist eine Probe. Danebenliegen gehört dazu, neu anfangen auch. Mit der Zeit traust du dich mehr, oft ohne es zu merken.

Begegnen

Menschen, die auf dasselbe Lust haben.

Neulinge und alte Hasen, Stille und Laute. Wer einmal zusammen auf dem Boden gelegen und gebrüllt hat, braucht keinen Smalltalk mehr.

Freude

Und ziemlich viel Lachen.

Wir stecken uns gegenseitig an, teilen Ideen und freuen uns an den Momenten der anderen. Hinterher gibt es vielleicht noch ein Kölsch.

Was wir üben

Körper, Stimme, Präsenz. Und der Mut, gesehen zu werden.

  • Körper

    Raus aus dem Kopf.

    Über Atem, Bewegung und Rhythmus kommen wir aus dem Kopf. Der Körper merkt oft früher als der Verstand, was sich ausdrücken möchte.

  • Stimme

    Laut werden oder ganz leise.

    Vielleicht ist es ein Ton, ein Wort oder auch mal ein Schrei. Es tut gut zu hören, was die eigene Stimme kann, wenn sie darf.

  • Präsenz

    Ganz da sein.

    Vor anderen stehen und dich nicht verstecken. Das hört sich harmlos an, bis man es ausprobiert.

  • Der Blick

    Mit Wohlwollen gesehen werden.

    Und andere genauso anschauen. Wer sich freundlich angeschaut fühlt, traut sich mehr.

  • Spiel

    Spielfreude als Motor.

    Übertreiben, Quatsch machen, danebenliegen. Was im Spiel passiert, muss zu nichts nütze sein. Darin steckt eine Menge Freiheit.

  • Gruppe

    Allein, zu zweit, alle zusammen.

    Manchmal arbeitest du für dich, manchmal mit einem Gegenüber, und manchmal trägt die ganze Gruppe einen Moment gemeinsam.

Spielabend

Wie ein Spielabend ungefähr abläuft.

18:30–20:30 Uhr 8 bis 16 Menschen freiwilliger Beitrag 15–30 € ohne Vorerfahrung
  1. Ankommen

    Die meisten kommen mit dem Tag noch im Kopf. Das ist in Ordnung. Wir nehmen uns Zeit, damit alle erst einmal da sein können, so wie sie gerade sind.

  2. Vom Kopf in den Körper

    Dann kommen wir in Bewegung. Wir atmen, schütteln uns aus, tanzen ein wenig, bis der Kopf nach und nach leiser wird und der Körper mehr zu sagen hat.

  3. Üben und spielen

    Jeder Abend ist anders. Wir wählen Übungen aus Theater, Tanz und Bewegung, die zu der Gruppe und zu dem Moment passen. Manchmal bist du dabei für dich, manchmal zu zweit, manchmal mit allen zusammen.

  4. Sich zeigen

    Einen Teil des Abends nutzen wir die Bühnensituation, um uns darin zu üben, uns zu zeigen und gesehen zu werden. Manche spielen eine kleine improvisierte Performance, allein, zu zweit, zu dritt oder gleich mit allen. Andere stehen einfach da und lassen sich anschauen. Beides ist gleich viel wert, und die anderen schauen mit Wohlwollen zu.

  5. Ausklingen

    Zum Schluss lassen wir das Gespielte wieder los und kommen zusammen. Wer mag, erzählt kurz, was ihn bewegt hat. Und dann geht jeder nach Hause, meistens etwas leichter als gekommen.

Für wen?

Für alle, die mehr in sich haben, als sie zeigen.

NeugierigeZurückhaltendeWütendeWeiche LauteLeiseVerspielteSpielhungrige SuchendeLange-nicht-mehr-Spielende

Du hältst dich eher zurück?

Viele von uns auch. Du musst weder extrovertiert noch talentiert sein, und vorführen muss niemand etwas. Wenn dir beim Lesen trotzdem das Herz ein bisschen schneller schlägt, bist du hier wahrscheinlich richtig.

Du bist schon kreativ unterwegs?

Theater, Clown, Tanz, Musik, Körperarbeit, oder du leitest selbst Gruppen? Komm vorbei. Hier findest du Leute zum Weiterspielen, und eigene Übungen und Ideen sind ausdrücklich willkommen.

Erste Termine

Im November geht's los. Zweimal.

Zum Beitrag

Die Abende sollen für alle offen sein. Um die Raummiete zu decken, bitten wir um einen freiwilligen Beitrag von 15 bis 30 Euro pro Abend. Gib, was für dich passt. Niemand kontrolliert, niemand wird nach Hause geschickt.

Über uns

Anna und Peter.

Anna lacht in die Kamera, im Hintergrund ein Platz am Abend

Anna

Anna kommt vom Theater, vom Clown und vom Fooling. Und sie tanzt, am liebsten alles: Wut, Verzweiflung, Freude, auch die Angst. Wer seine Schatten tanzt, sagt sie, verliert die Angst vor ihnen. Von zu viel Harmonie hält sie wenig. „Genug chi chi und shanti shanti“, findet sie. „Zeit für Rock ’n’ Roll.“

Peter lacht in die Kamera und zeigt auf eine gelbe Wand

Peter

Peter ist gestaltorientierter Coach und kennt das Herzklopfen vor dem Auftritt aus eigener Erfahrung. Seit Jahren beschäftigt ihn, wie wir aus der Anpassung herausfinden und wieder in echten Kontakt kommen, erst mit uns selbst und dann mit den anderen. Angst und Freude liegen dabei oft erstaunlich dicht beieinander, das weiß er von sich selbst. In seinem Mut & Muse Podcast spricht er mit Menschen, die ihren eigenen Weg gehen. Sie erzählen, wie sie gelernt haben, im Körper anzukommen und ihre Gefühle wirklich zu fühlen, wie sich ihr Herz geöffnet hat, was Hingabe für sie bedeutet und wieso Mut und Muse auf dem Weg zu sich selbst unerlässlich sind.

Wir hätten so einen Ort selbst gern. Also fangen wir jetzt damit an.

Unsere Vision

Wo das hinführen kann.

Wenn es gut läuft, wird aus den Abenden mehr. Vielleicht eine Gruppe, die zusammen forscht und irgendwann eigene Stücke und Performances vor Publikum zeigt.

  • Viele weitere Spielabende
  • Vertiefende Workshops: Schauspiel, Clown, Fooling, Körpertheater, Stimme, Shadow-Work
  • Ein Performance Lab: drei Monate, ein eigenes Stück, eine gemeinsame Aufführung
  • Ein Übungsraum für alle, die selbst Gruppen leiten
  • Öffentliche Auftritte in der Stadt

Das sind Ideen, noch keine Angebote. Was davon wird, hängt auch von dir ab.

FAQ

Fragen, die du vielleicht hast.

Brauche ich Theatererfahrung?

Nein. Du musst weder schauspielern können noch besonders extrovertiert sein. Neugier reicht.

Muss ich vor anderen etwas vorführen?

Nur wenn du willst. Alles ist freiwillig, du bestimmst, wie weit du gehst. Ein Nein ist bei uns eine gute Antwort, und Zuschauen ist auch Teil davon.

Kann ich allein kommen?

Ja, unbedingt. Ihr fangt ja alle gleichzeitig an.

Was kostet ein Spielabend?

Wir bitten um einen freiwilligen Beitrag von 15 bis 30 Euro pro Abend, um die Raummiete zu decken. Gib, was für dich passt.

Wo findet es statt, und was bringe ich mit?

In Köln. Den genauen Ort schicken wir dir nach der Anmeldung. Bring bequeme Kleidung mit, in der du dich gut bewegen kannst, dazu dicke Socken und etwas zu trinken.

Muss ich zu jedem Termin kommen?

Nein. Jeder Abend steht für sich. Komm, wann es für dich passt. Wer öfter kommt, merkt allerdings, wie die Bande zusammenwächst.

Ist das eine Therapie?

Nein. Wir spielen und arbeiten mit dem, was lebendig ist, auch mit starken Gefühlen. Die Spielbande ist aber keine Psychotherapie und ersetzt keine Behandlung. Wenn es dir gerade nicht gut geht, sprich uns gern vorher an.

Noch etwas offen? Schreib uns: hallo@peterschreck.de